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Termine KRV von 1897 e.V.

Sa Sep 01 @16:00 - 10:00AM
Karlstadter RV
Mi Sep 12 @19:30 - 09:30PM
Ausschusssitzung
Mi Sep 19 @08:00 - 05:00PM
DRV - A.Hellwig,Köln
So Okt 21 @10:00 - 12:00PM
Abrudern
Do Nov 01 @09:30 - 11:00AM
Friedhofsgang
Mi Nov 14 @19:30 - 09:30PM
Ausschusssitzung
Sa Nov 24 @09:00 - 12:00PM
Bootshausreinigung
Sa Nov 24 @19:00 -
Heringsessen

Vereinszeitung

KRV Bildarchiv

Seitenorientierung

Die Elfentour durch das Lahntal

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Alter schützt vor Lachern nicht. 

Kunterbunt ist die Truppe, die sich am Christi Himmelfahrtstag in Weilburg beim Weilburger RV trifft. Es sind Vegesäcker, Berliner und Kitzinger dabei. Einige mit, andere ohne Frühstück. Schon bei der Ankunft setzt ein nicht warmer Dauerregen ein. Es besteht kein Grund zur Eile, da vor uns noch acht andere Wanderruderbote einsetzen wollen. Nachdem die Mannschaften eingeteilt und der Wein verstaut ist, geht es gleich los. Die Fahrradfahrerinnen machen sich ebenfalls davon, um uns später in Runkel zu treffen, unserem ersten Etappenziel (Mittagessen).  Bis dahin ist es noch ein kalter und nasser Weg.

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Weilburg – Runkel - Limburg 32 km

Die erste Herausforderung ist die Doppelschleuse Weilburg. Diese darf, wie alle Schleusen an der Lahn, nur mit angelegter Rettungsweste benutzt werden.  Zusätzlich jedoch ist das Tragen einer Taschenlampe, wenn man will auch auf dem Kopf, Vorschrift. Die Schleusen sind durch einen engen dunklen Tunnel zu erreichen. Die Steuerleute sollten schon gut zielen können. Auch ist das Wissen über die Position von Backbord und Steuerbord von Vorteil, jedoch nicht zwingend notwendig, was diese Wanderfahrt bewiesen hat.  Die ersten Schleusen sind von Hand zu bedienen. Als nützlich und hilfsbereit erweisen sich Kajakfahrer, die das Schleusenübernehmen, da sie wesentlich leichter ein und austeigen können.

Weiter geht es zur und durch Schleuse Kirchhofen, Schleuse Füfurt und Schleuse Villmar. Vor der Schleuse Runkel und nach ca. 25 km! machen wir den ersten Halt. Unterwegs gibt es vor allem sehr viel Grün zu sehen. Runkel wird von der Burg Runkel beherrscht. Es gibt eine historische Brücke, die wir uns mehrmals auf der Suche nach einem Lokal, dass noch warme Mahlzeiten anbietet, anschauen. Als erstes finden wir, was sehr erfreulich ist, unsere Radfahrerinnen und dann ein indisch geführtes Restaurant, dass alle Wünsche erfüllt. Aufgewärmt durch einige Biere und Tee geht es weiter durch die Schleuse Runkel in Richtung Limburg, wo unsere Fahrt für den ersten Tag enden wird. Nur noch 7 km und keine Schleuse!

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Die Verfasserin dieses Textes kann oder will sich nicht erinnern, wann ein Kitzinger Teilnehmer eine mobile Soundbox aus seiner Tasche zauberte, die dann in jeder Schleuse Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ (zugegeben mit gutem Klang) zum Besten gab. Und natürlich auch sonst noch, was sich auf der Playlist des Verursachers befand. Da wir unter anderem sehr viele Mithörer hatten, auf der Lahn herrscht ein reger Verkehr von Wassersportlern jeder Art, sollten wir eine GEMA-Nachzahlung fürchten.

In Limburg legen wir beim Limburger Club für Wassersport 1895/1907 e.V. an. Dann ein kurzer Transfer zum Hotel Montana um gleich schon, nach einem Landungsbier und einer winzigen Duschrast, zum gemeinsamen Essen in die traditionsreiche Altstadt von Limburg zum Fuße des Doms zu Limburg zu fahren. Mit vorgetragenen Gedichten über in die Jahre gekommene Elfen und ersten Gehversuchen mit einem aus Dänemark stammenden Trinkspruch, ist es ein durchaus harmonischer und lustiger Abend.

Limburg – Balduinstein – Laurenburg 26 km

Der frühe Ruderer wartet vor der Schleuse. Ab Limburg sind die Schleusen „halbautomatisch“. Es braucht Schleusenwärter und die haben erst ab 10:00 Uhr Dienst. „Atemlos..“ warten wir erst vor der Schleuse, um dann, unserer Entdeckungsfreude nicht mehr Herr, aus dem Boot zu klettern und über eine Leiter an Land zu gelangen. Dabei kommt uns zugute, dass wir geschickt wie die Elfen durch das Boot klettern, so dass alle Ruderer das Boot ohne Wackler oder Verluste von Material oder Ruderkameradinnen verlassen können. Die kleine Expedition führt leider zur nichts, also zur keinem Kaffee oder Bier.

Hinter Scheid steuern wir Laurenburg an. Der relativ kurze zweite Tourenabschnitt der Fahrt ist der Sozialisierung und der Frage nach Backbord oder Steuerbord und anderen wichtigen Themen gewidmet. Das Wetter ist hervorragend. In Laurenburg legen wir an und genießen die Sonne. Weiter bzw. zurück geht es mit der Lahnbahn nach Limburg. Am Abend gibt es Abendessen im Burgkeller am Fischmarkt und danach eine Stadtführung mit dem Nachtwächter.

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Bei der Führung erfahren wir, dass der Bischoff von Limburg gegen alle Vorurteile keine goldenen Wasserhähne besitzt, dass es ein Haus der sieben Laster gibt und dass Frauen nicht mit Zahlen umgehen können.

Laurenburg – Oberndorf -  Nassau- Bad Ems 23 km

Bei bestem Wetter geht es weiter. Anfahrt mit der Lahnbahn zu den Booten in Laurenburg, Frühstücksbier, Boote ins Wasser, elfenhaftes Einsteigen und weiter geht es nach Oberdorf „atemlos“ durch die Schleuse Kalkofen, an der Ruine Brunnenburg und vielen Kajakfahrern vorbei zu der ersten sonnigen Rast mit Kaffee und Kuchen. Hinter Qberndorf erwartet uns das Kloster Arnstein und der Kilometer 111. Grün windet sich die Lahn bis zur Schleuse Hollerich. Auch die nehmen wir musikalisch ein und fahren weiter bis nach Nassau, wo es in der Pizzeria Puglia Pasta und Pizza gibt. Danach geht es weiter durch die Schleuse Dausenau nach Bad Ems. Dort legen wir am Ruderverein Bad Ems an. Die Boote werden auf den Hänger gebracht und unsere Reise geht wieder zurück nach Limburg mit der Lahnbahn. Der „Schwarze Adler“ in der Barfüßerstrasse ist heute Abend Zeuge unserer Fortschritte beim Zuprosten mit den Worten: „Saaaa……haver vi pokalerne igen, hiv op lel go. Skal!“

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